Who we are

GESCHICHTE
 
Wir können das große Leid etlicher Christen in verschiedenen Nationen der Welt einfach nicht übersehen. Diese traurige Tatsache hat einige Männer und Frauen bewegt die Hilfsorganisation „Sinai“ zu gründen.

Hier folgt das Zeugnis eines kleinen Jungens, der zusammen mit seiner Familie erlebte was Verfolgung auf Grund des persönlichen Glaubens bedeutet.
Es war das Jahr 2004, meine Familie und ich lebten in einem muslimen Staat. Wir waren sehr wohlhabend und mein Vater hatte einen guten Arbeitspatz. Doch von heute auf Morgen wurde unser Glaube auf die Probe gestellt.
Mit dem Tod meines Großvaters, ein sehr feiner und gläubiger Mann, fing die Verfolgung an. Großvater war ein ex Moslem, der sich als einziger aus seiner Familie zum Christentum bekehrt hatte. Seinen Brüdern war dies egal. Sie kamen in unser Haus mit der Forderung ihnen den Leichnam auszuliefern. Er sollte auf einem muslimischen Friedhof beerdigt werden.
Mein Vater weigerte sich diesem Anspruch einzuwilligen, woraufhin er von seinem Onkel geschlagen wurde mit der Drohung sich an unserer Familie zu rächen.
Sie verließen unser Heim, aber ich war mir sehr sicher, dass der nächste „Besuch“ nicht lange auf sich warten lassen würde.
Mein Vater hatte nie den Leichnam der Verwandtschaft ausgeliefert, Dieser Entschluss zwang meine Familie zur Flucht.
Sechs Jahre lang war Verstecke suchen unser einziges Objektiv. Mal waren es verlassene Häuser, mal Kellerräume, die uns andere Christen zur Verfügung stellten und dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten,

Oft hatten wir tagelang nichts zu essen und zu trinken. Wir können diese Momente nicht mehr vergessen aber sie helfen uns andere Menschen, die ähnlichen Situationen ausgeliefert sind zu verstehen.
Ich erinnere mich noch gut daran als islamische Extremisten versuchten unser Auto anzuhalten während ein Bruder in Christus uns von einem Ort zum anderen fuhr.
Die Terroristen näherten sich auf Motorrädern dem Wagen und schossen auf uns. Das Auto überschlug sich und landete im Groben, es war schrecklich. Heute noch tragen wir Narben, sowohl auf dem Körper als auch im Herzen.
Im Jahr 2010 sind wir Dank Gottes nach Italien gekommen. Es schien uns unglaublich, unser Leben war nicht mehr in Gefahr, alles wurde wieder normal. Meine Schwester, mein Bruder und ich konnten wieder die Schule besuchen, mein Vater fand eine Arbeitsstelle und bald sorgte Gott auch für ein gemütliches Heim, ein Auto und alles was für ein würdiges Leben nötig war.
Eine innere Unruhe spornte uns an etwas für verfolgte Glaubensgeschwister und hilfsbedürftige Personen zu tun. Nach inständigem Gebet zeigte uns Gott bald seine Pläne auf dem Missionsfeld. Etliche Türen öffneten sich und unterschiedliche Projekte konnten realisiert werden.